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Hochgenaues Schleifen für Spanntechnik „Made in Black Forest“

Das Schwarzwälder Familienunternehmen Sterman Technische Systeme GmbH steht seit 25 Jahren für technologisch herausragende Sonderlösungen im Bereich Spanntechnik. Die anspruchsvollen Kunden schätzen die hohe Qualität der Produkte. Die verdankt sich unter anderem den hochpräzisen Schleifmaschinen aus dem Hause Kellenberger.

Der Name Sterman fällt immer dann, wenn in Sachen Spanntechnik hochwertige am Markt verfügbare Standardlösungen nicht ausreichen. Die „Schwarzwälder Tüftler“, wie man sich selbstbewusst nennt, nehmen jede Herausforderung an, die über das Normale hinausgeht. Und das in einer Präzision, die ihresgleichen sucht. „µ-thinking“ nennt das Unternehmen diesen Ansatz und begründet das Streben nach Perfektion damit, dass ohne präzises Spannen keine Genauigkeit am Werkstück entstehen könne und mancherlei Prozess erst gar nicht möglich wäre.

Bei Sterman verfügt man seit nunmehr drei Generationen über einen tiefen Erfahrungsschatz rund um die Sonderspanntechnik. Firmengründer Peter Stermann leitete bis zum Jahr 1999 zusammen mit seinem Vater Vid Stermann das Sonderkonstruktionsbüro eines großen renommierten Spanntechnikherstellers. Die Überzeugung, Konstruktion und Produktion zugunsten höchster Produktqualität unter einem Dach zu bündeln, führte Peter Stermann im Jahr 2000 in die Selbstständigkeit. Seit 2012 ist in dritter Generation Johannes Stermann in leitender Position im Unternehmen tätig.

Viele namhafte Kunden aus dem Automobilsektor, der Luft- und Raumfahrt, Medizin- und Reinigungstechnik, Mess- und Wuchttechnik und der alternativen Energien beauftragten in der Folge das junge Unternehmen und begründeten den bis heute anhaltenden Erfolg mit.

Dem µ verpflichtet: Mike Zinapold, Johannes Sterman und Peter Sterman

Der moderne Unternehmenssitz im St. Georgener Ortsteil Peterzell umfasst aktuell 3.500 m2 Entwicklungs- und Produktionsfläche. Mit 60 Mitarbeitern arbeitet man bei Sterman heute nicht nur an maßgeschneiderten Spannsystemen und komplexeren Vorrichtungen.

Immer häufiger werden in enger Zusammenarbeit mit den Kunden Sondermaschinen für spezielle Einsatzzwecke entwickelt, konstruiert und gebaut. Auch diese müssen dem Anspruch an höchste Präzision genügen. Wie beispielsweise eine Anlage für Bosch, auf der Kupplungsscheiben für Wandler in Elektromotoren gefertigt werden. Beim innovativen Axialfluss-Motor für Mercedes-Benz war Sterman bereits in der Entwicklungsphase mit eingebunden. Mehr als 20 Patente zeugen von der Innovationskraft des Unternehmens. Eine Fertigungstiefe von über 85% bis 90 % bei den Spannsystemen sorgt dafür, dass das Know-how im Unternehmen bleibt.

Aber was genau ist nun dieses „µ-thinking, dem man sich bei Sterman verschrieben hat“? Mike Zinapold, Dipl.Ing. Maschinenbau und seit dem Studienabschluss bei Sterman erklärt: „Unter µ-thinking verstehen wir die die konsequent hochpräzise Ausrichtung unserer Produkte und Lösungen an den individuellen Anforderungen unserer Kunden. Als kleinste mechanische Einheit ist das μ unser Maßstab. Die optimale Spanntechnik macht in diffizilen Fertigungsprozessen einfach den Unterschied!“

Auch im Sondermaschinenbau geht es komplex zu. Diese Montagezelle ist mit 27 NC-Achsen ausgestattet

Drei Generationen Kellenberger Maschinen

Der Maschinenpark bei Sterman ist mit 15 Bearbeitungszentren vor allem von deutschen und schweizerischen Herstellern bestens ausgestattet. In der Schleifabteilung reihen sich drei Generationen Schleifmaschinen aus dem Hause Kellenberger aus verschiedenen Baureihen aneinander. Die beiden neuesten sind die Universal-Rundschleifmaschinen KELLENBERGER K100 und Voumard 1000 (heute im Portfolio unter KELLENBERGER VM 1000 geführt). Letztere überzeugt vor allem im Bereich Innenschleifen, wo sie selbst kleinste Durchmesser souverän mit höchster Genauigkeit schleift.

Die K100 soll in Zukunft in der Fertigung eine ältere Kellenberger KEL-Varia ersetzen. Diese Maschine ist das Vorgängermodell der heutigen Kellenberger Premiumklasse K1000. Doch bewusst entschied man sich in der Ersatzbeschaffung für die kleinere K100. „Die K100 ist etwas kompakter, was uns vom Platzangebot her sehr entgegenkommt, und sie ist von der Leistung her für unsere Bearbeitungsaufgaben ideal geeignet,“ sagt Mike Zinapold. „Und mit der Voumard 1000 haben wir schon eine der leistungsstärksten Kellenberger-Maschinen aus dem Premiumbereich.“

Die Kellenberger K100 wurde für die hohen Anforderungen der Präzisionsfertigung von  Prototypen sowie Klein- und Mittelserien entwickelt.

Die beiden Maschinen haben einiges an ausgefeilter Technik zu bieten. Die K100 bietet mit 10 Schleifkopfvarianten vielfältigste Konfigurationsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Schleifoperationen. Die hohe Antriebsleistung der Schleifscheibe sorgt für erhöhte Produktivität, die neue entwickelte Z-Führung für hohe Profilgenauigkeit. Die C-Achse mit Direktantrieb bringt eine höhere Genauigkeit auch beim Unrundschleifen. Die K100 ist mit Spitzenweite 1.700, 1.000 mm und 600 mm und Spitzenhöhe 200 und 250 mm verfügbar.

Zwei Reitstöcke stehen zur Auswahl: ein Standard-Reitstock, bis 100 kg und eine verstärkte Reitstockversion, bis 150 kg. Optional ist ein Synchronreitstock mit automatischer Feinverstellung verfügbar. Dieser erlaubt die Komplettbearbeitung von Wellen ohne Mitnehmer, so dass ein Werkstück über die ganze Länge komplett bearbeitet werden kann.

Die K100 ist mit einem In-process-Messtaster ausgestattet

Die VM 1000 ist optimiert für die flexible, universelle Innen- und Außenrundbearbeitung von komplexen Werkstücken bis zu einer Länge von 600 mm. Die Werkstückvielfalt reicht von kleinsten Einzelteilen für Einspritzsysteme in Pkw-Motoren über Kugellagerringe und Getriebe bis hin zu Hydraulikkomponenten und komplexen Komponenten im Werkzeugmaschinenbau.

Die Maschine verfügt über hydrostatische Führungen in allen Achsen. Diese hochdynamischen Linearachsen sind spielfrei für Positioniergenauigkeiten im Nano-Bereich. Damit können Werkstücke bei höchster Wiederholgenauigkeit und Maschinenverfügbarkeit über die gesamte Lebensdauer der Maschine äußerst präzise geschliffen werden.

Das Highlight sind die beiden hochpräzisen hydrostatischen B-Achsen – B1-Achse mit Spindelrevolver, B2-Achse mit Tischrevolver ­– die zusätzlich alle notwendigen Bewegungen der Abricht- und Messeinrichtungen ausführt.

Der Spindelrevolver auf der B1-Achse ist mit einem einzigartig kompakten Schleifspindelkopf mit flexibler Schleifspindelanordnung ausgerüstet. Spindeln und Messsensoren können damit optimal positioniert werden und erlauben das Bearbeiten nahezu jeder Werkstückform sowie die Durchführung mehrerer Innen- und Außenschleifvorgänge in einer einzigen Aufspannung.

Die KELLENBERGER VM 1000 ist mit einer Außenschleifspindel und drei Innenschleifspindeln ausgestattet

Schnell und einfach programmieren mit der Steuerungssoftware BLUE Solution

Die beiden Schleifmaschinen K100 und VM1000 sind mit der von Kellenberger speziell für die Schleifbearbeitung entwickelten innovativen Steuerungssoftware BLUE Solution ausgestattet, die einfach und logisch benutzbar ist, auch für unerfahrenere Bediener. Auf dem Touchbildschirm sind die Bedienelemente übersichtlich angeordnet und können schnell erfasst und angewählt werden. Bei der Dateneingabe wird der Benutzer maximal unterstützt. Eine Plausibilitätsüberwachung zeigt fehlerhafte Eingaben an, der Bediener kann dann nachjustieren.

Maschinenbediener Francesco Brescia schätzt die Steuerungssoftware BLUE Solution wegen der leichten Bedienbarkeit und der flexibel nutzbaren Programme

Die übersichtliche Einteilung in die drei Hauptbereiche Einrichten, Programmieren und Produktion sowie die drei Nebenbereiche Diagnose, Einstellungen und Funktionen macht das Einrichten einer Maschine für einen neuen Produktionsprozess so einfach wie nie. Die BLUE Solution-Software verfügt über Module für Unrund- und Gewindeschleifen sowie einen Nachschleifzyklus.

Neben den Hochleistungs-Schleifmaschinen der neuesten Generation überzeugen in der Schleiferei zwei ältere Kellenberger U1000 Maschinen noch heute mit der hohen Qualität der auf Ihnen gefertigten Werkstücke. „Für die U1000 Maschinen ist ein bisschen mehr Schleiferfahrung nötig als bei moderneren Maschinen,“ sagt Mike Zinapold. „Doch unsere gut ausgebildeten Maschinenbediener schleifen auch auf diesen beiden Maschinen µ-genau!“

Auch die beiden älteren Kellenberger U1000 Maschinen schleifen nach wie vor µ-genau. Daran hat Maschinenbediener und Schleifexperte Ralf Leopold großen Anteil.

„Die Kellenberger-Maschinen begeistern uns vor allem wegen der hohen Qualität der bearbeiteten Werkstücke. Ob es die Kinematik der Maschinen, die Lineardirektantriebe oder die hydrostatischen Achsen betrifft, alles lässt erkennen, dass in Goldach mit genau der gleichen Sorgfalt gearbeitet wird wie in unserem Unternehmen,“ resümiert Mike Zinapold. „Was uns an Kellenberger außerdem sehr gefällt, ist die Kompetenz im Service und auch bei den Schulungen. Jeder Mitarbeiter leistet exzellente Arbeit, die Servicemitarbeiter am Telefon kennen sich sehr gut aus und oft werden dort kleinere Problemstellungen sofort gelöst. Und mit dem für uns zuständigen Vertriebsmitarbeiter Holger Seitz haben wir seit vielen Jahren einen höchst kompetenten Ansprechpartner. “

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